Systemkonfiguration-Navigation
| Konfigurationsbereich | Systemkonfiguration-ID in translate5 |
|---|---|
| File formats | runtimeOptions.import.xlf.placeablesXpathes |
Versionierung
Aktuelle Version von translate5 7.35.5 Changelogs nachgeführt bis Version 7.25.0
Was sind XPaths?
XPath steht für „XML Path Language“. Es ist eine Abfragesprache, mit der man bestimmte Elemente, Attribute oder Textinhalte z.B. innerhalb eines XML-Dokuments auswählen, filtern und analysieren kann.
So kann man mit der unten links stehenden XPath-Ausdruck im unten rechts stehenden .xml-Block gezielt die Textstelle „PowerScan 3000“ ansprechen, die nicht übersetzt, sondern jeweils direkt in den Zieltext übernommen werden soll.
XPath-Regel //ph[@translate = 'no']/@equiv-text | .xml-Code <root>
<segment id="2">
<source>To install <ph equiv-text="PowerScan 3000" translate="no" locked="true"/>, follow the instructions.</source>
<target>Um <ph equiv-text="PowerScan 3000" translate="no" locked="true"/> zu installieren, folgen Sie den Anweisungen.</target>
</segment>
</root>
|
Placeables (Platzhalter) in Dateien beim Import mit XPath-Ausdrücken identifizieren
Zunächst einmal: Sie können diese Funktion für Inline-Tags nutzen, die aus verschiedenen ursprünglichen Dateiformaten stammen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um XML. Diese Dateien werden in translate5 jedoch zunächst zur Formatkonvertierung an Okapi gesendet, und Okapi gibt XLIFF 1.2 zurück. Der im Folgenden beschriebene Prozess baut auf diesen zurückgegebenen XLIFF-Dateien auf.
Placeables sind üblicherweise durch interne Tags markiert, sodass sie von translate5 beim Import von Xliff-Dateien im nicht maskierten Inhalt eines internen Tags erkannt werden können. Die XPath-Ausdrücke werden relativ zum Inhalt des Tags als Wurzel (nicht relativ zum Dokument) betrachtet.
Wenn ein internes Tag als Platzalter identifiziert wird, erhält es ein zusätzliches „class“-Attribut mit der Bezeichnung „t5placeable“ und der referenzierte Inhalt wird in einem data-property gespeichert: data-t5content="something".
Im Editor werden die Platzhalter-Stellen dann als geschützte Tags dargestellt. Allerdings so, dass der Übersetzer mit der Tag-Vollansicht den Inhalt, also den Text des Platzhalters anzeigen lassen kann.
Für dieses Beispiel wurde folgende Datei verwendet: placeables_example.xliff
Beispiele für XPath-Regeln
- Im Allgemeinen können Placeables erstellt werden, indem direkt auf die XLIFF-Tags im Segment verwiesen wird – ODER indem auf das Markup verwiesen wird, das durch das XLIFF-Tag ersetzt wird (Hinweis: Nicht alle XLIFF-Tags ersetzen Markup).
- Das ersetzte Markup innerhalb eines XLIFF-Tags wird nur nach <ph>- und <it>-Tags durchsucht. Escape-Sequenzen werden zur Auswertung des XPaths aufgelöst.
Der XPath muss auf einen Text verweisen. Kann der XPath nicht gefunden werden oder ist der referenzierte Text leer, wird kein Placeable erstellt und das Tag wird als „normales“ internes Tag angezeigt.
| XLIFF Tag | XPath | Referenced Text | Notes |
|---|---|---|---|
<ph id="5" ax:element-id="1234">Product XYZ</ph> | //ph[@ax:element-id="1234"] | Product XYZ | Verweis auf ein <ph>-Platzhalter-Tag aus Across |
<ph id="2" ctype="x-br"><VARIABLE type="placeholder" name="Some NAME"/></ph> | //VARIABLE[@type='placeholder']/@name | Some NAME | Verweis auf den Markup-Code, der von einem Platzhalter-Tag <ph> umschlossen ist. Hinweis: Der referenzierte Markup-Code ist mit Escape-Sequenzen versehen. |
<it id="1" pos="open"><FIELD type="Headline"></it> | //FIELD/@type | Headline | Verweis auf den Markup-Code, der von einem isolierenden <it>-Tag umschlossen ist. Hinweis: Der referenzierte Markup-Code ist mit Escape-Sequenzen versehen. |
Anwendung in translate5
Erkennt translate5 allfällige Placeables in Ihren Xliff-Dateien nicht, können Sie in der Systemkonfiguration unter „File formats“ > „XLIFF Import: Placeables detection XPathes“ die zu den Placeables passenden XPath-Ausdrücke erfassen.
| Diese Einstellungen sind beim Import und auf Kundenebene überschreibbar. |

